BAG-S Bundestagung 2020

 

 

„Drogenpolitik – Einfallstor in die Straffälligkeit?“

Illegale Substanzen wie Cannabis, Ecstasy, Kokain oder Heroin spielen auch im Leben von vielen straffällig gewordenen Menschen eine große Rolle. Die aktuelle Drogenpolitik führt dazu, dass Personen, die diese Substanzen herstellen, handeln, besitzen oder durch Straftaten versuchen, in deren Besitz zu kommen, nicht selten zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Viele der Konsumenten und Konsumentinnen führen ein sozial unauffälliges Leben. Es gelingt ihnen den Drogenmissbrauch in ihren Alltag zu integrieren. Ihre Probleme sind weniger durch den Drogenkonsum und die Wirkung der Droge bedingt, sondern werden eher durch eine strafbetonte Drogenpolitik erst geschaffen. Dadurch geraten Drogenkonsumenten leicht in die Mühlen der Justiz aber nur sehr schwer wieder hinaus. Die Zahlen sprechen für sich: 12,9 Prozent aller Insassen deutscher Gefängnisse wurden wegen Delikten verurteilt, die im Zusammenhang mit illegalen Substanzen stehen.

Die Tagung möchte die sozialen Kosten der bisherigen Drogenpolitik aufzeigen. Sie möchte zum Nachdenken anregen und Perspektiven für eine drogenpolitische Kehrtwende skizzieren. Mit folgenden Fragen wird sich die Tagung unter anderem beschäftigen:

 

Welche Folgen hat die Prohibition bestimmter Substanzen für die Klientel der Straffälligenhilfe?

Wie sieht die Bilanz aus, wenn man Nutzen und Schaden einer restriktiven Drogenpolitik miteinander verrechnet?

Welche gesundheitlichen Risiken sind Konsumierende ausgesetzt, wenn Drogen weiterhin kriminalisiert werden?

Gibt es überzeugende Alternativen zum strafbewährten Umgang mit verbotenen Substanzen?

Welche Erfahrungen haben andere Nationen gemacht, die die Prohibition, den Handel und den Besitz staatlich reguliert und damit entkriminalisiert haben?

 

Zur Beantwortung dieser und weiterer hochaktueller Fragen konnten bereits folgende Fachleute gewonnen werden:

- Prof. Dr. em. Lorenz Böllinger von der Universität Bremen,

- Prof. Dr. Justus Haucap von der Universität Düsseldorf,

- Prof. Dr. Cornelius Nestler von der Universität zu Köln,

- Prof. Dr. Helmut Pollähne von der Universität Bremen,

- Prof. Dr. Heino Stöver von der Universität Frankfurt am Main und

- Dr. Katja Thane von der Universität Bremen.

 

Die Tagung findet am 17./18. November 2020 als virtuelle Tagung statt. Die Tagung ist zugangsbeschränkt. Alle Inhalte und Vorträge sind nur mit Zugangsdaten abrufbar. Zugangsdaten erhalten Sie durch Ihre Anmeldung.

Das Tagungsprogramm der virtuellen Veranstaltung finden Sie hier.

Wie funktioniert eine virtuelle Tagung? Eine Gebrauchsanweisung für unsere virtuelle Tagung finden Sie hier.

Sie können sich entweder über das Online-Formular weiter unten unter "Jetzt anmelden" oder über den  Flyer.

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Anmeldung

Die Kosten für die Teilnahme an der virtuellen Tagung betragen 129 Euro. Für Studierende mit Nachweis beträgt die Teilnahmegebühr 70 Euro.

Die Zugangsdaten bekommen Sie wenige Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail zugeschickt.

Wir bitten um Verständnis, dass keine einzelnen Leistungen in Anspruch genommen werden können.

 

Rücktritt

Ein Rücktritt bedarf der Schriftform. Geht die Absage nach dem 19.10.2020 ein, müssen wir Ihnen die Ausfallkosten berechnen. Mit der Anmeldung zur Tagung erklären Sie sich Einverständnis mit unseren

AGBS. Die AGBs können Sie hier einsehen.



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